STORY: Midlife-Crisis (Teil 3/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber diese mentalen Stimmungsschwankungen im Herbst finde ich immer ganz furchtbar. Vor wenigen Tagen noch habe ich davon geträumt, mit flatternden Ohren im Beiwagen unserer Vespa zu fahren, heute denke ich daran, wie es wohl ist, eines Tages mit steifen Ohren beigesetzt zu werden. Soll es das gewesen sein? Werden meine Ausscheidungen und die Haare, die ich überall verteile alles sein, was ich der Nachwelt hinterlasse?

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STORY: Midlife-Crisis (Teil 2/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber nachdem ich dir gebloggt hatte, wie niedergeschlagen ich bin, hat mich eine Welle wohlmeinender und Mut machender Kommentare erfasst. Ihr Fazit: Rüden in meinem Alter müssen weder eine Hütte gebaut, noch einen Baum gepflanzt, geschweige denn einen Nachfolger gezeugt haben. Das sei in unserer aufgeklärten Welt kein Thema mehr. Ich solle einfach mein Ding machen.

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STORY: Midlife-Crisis (Teil 1/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber am 1. Dezember vollende ich mein 5. Lebensjahr und es fällt mir in diesem Jahr zum ersten Mal schwer, mich auf diesen Tag zu freuen. Fünf Jahre sind für einen Hund schon ein stolzes Alter. Das wurde mir besonders klar, nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass ein Hundejahr sieben Menschenjahren entspricht. Überleg mal, Theo, das bedeutet, dass ich als Mensch schon zwischen dreißig und vierzig Jahre alt wäre! Nun ist das allein genommen noch kein Thema, doch habe ich auch gelesen, dass ein erfolgreicher Rüde bis zu diesem Alter drei Dinge tun sollte: Eine

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STORY: Der Waldspaziergang (Teil 2/2)

Theo, du glaubst es nicht, aber der Besuch des Hundehorts war aus meiner Sicht ein Schuss in die Hütte. Das, was die anbieten, ist zwar sehr reizvoll und abwechslungsreich, aber was mich störte, waren die anderen Fellnasen. Da gab es furchtbar arrogante Windhunde, die sich in dicken Wagen vorfahren ließen und sich wer weiß was darauf einbildeten, dass sich ihre Leinenhalter die nicht unerheblichen Kosten eines Hundehorts leisten können. Dann sprangen dort einige Mischlinge herum, deren penetrante Ungezogenheit auf alleinerziehende und völlig überforderte Leinenhalter schließen ließ. Nervig auch dieses Kleingemüse, das permanent damit beschäftigt war, ständig wechselnde Reviere gegen alles

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STORY: Der Waldspaziergang (Teil 1/2)

Theo, du glaubst es nicht, aber vorgestern Nachmittag ist mir für einen Moment ein wahnsinniger Schreck durchs frühherbstliche Übergangsfell gefahren. Ich war mit meinem Leinenhalter auf unserer üblichen Mittagsrunde, als ich schon von Weitem sah, wie eine energische junge Frau mit einem ganzen Bündel Hunde an jeder Hand auf uns zugeschossen kam. Du weißt ja, mit dem Zählen habe ich es nicht so, aber ich schätze mal, dass da so 14 bis 23 Hunde – vielleicht sogar mehr als 12 – zusammenkamen. “Nacht Mattes! Das war’s dann wohl”, dachte ich angesichts der Meute, die sich uns in einer Staubwolke näherte, und

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STORY: Highway to Hell

Theo, du glaubst es nicht, aber gestern Nachmittag ist mir etwas Unglaubliches passiert! Herrchen und Frauchen planten eine Tour mit dem Auto und ich durfte sie mit meiner Anwesenheit erfreuen. Nachdem der Alte unsere verbeulte Fließhecklimousine geöffnet hatte, sprang ich mit einem eleganten Satz auf meinen angestammten Platz im Kofferraum. Doch bevor ich mich dort auf der Auslegeware gemütlich ausbreite, ist es meine Pflicht zu beobachten, in welche Richtung es uns nach dem Verlassen der Hofeinfahrt verschlägt. Schließlich muss ich auch auf Touren wie diesen meinen Aufgaben als Wachhund nachkommen und für den Schutz des Rudels sorgen. Fahren wir links

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STORY: Der Alte hat köstliche Schweineohren!?

Theo, du glaubst es nicht, aber soll ich dir mal meinen Lieblingssnack für den kleinen Hunger zwischendurch verraten? Getrocknete Schweineohren! Obwohl in einem vegetarischen Haushalt lebend, hatte mir Frauchen die als besondere Belohnung mitgebracht. Leider weiß ich nicht mehr wofür, insofern ist dieses außergewöhnlich positive Verhalten meiner Leinenhalterin nicht beliebig reproduzierbar.

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STORY: Fleckentferner gesucht – Beginn einer Lebenskrise (Teil 1/2)

Theo, du glaubst es nicht, aber ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl in meinem Fell. Ständig werde ich angestarrt und der ein oder andere Hund hat bestimmt schon hinter vorgehaltener Pfote über mich gelacht. Wie ich darauf komme, willst du wissen? Weil mir ein paar unbekannte Hunde hinterhergebellt haben, dass man bzw. hund so einen großen, schwarzen Fleck, wie ich ihn auf meinem Rücken trage, schon lange nicht mehr hat. Dieser Look sei so etwas von überholt und old-fashioned, dass einige sogar meinten, es gehöre schon eine Portion Mut dazu, sich in diesem Styling in die Öffentlichkeit zu trauen.

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STORY: Ich bastel keine Strumpfmasken!

Theo, du glaubst es nicht, aber ein Blick in meine Blogstatistik zeigt, dass es tatsächlich Zweibeiner gibt, die mit Google und ähnlichen Diensten nach “Strumpfmasken basteln” suchen! Zunächst fragte ich meine drei Synapsen, wie kann das sein? Aber nach stundenlangem Grübeln auf der Hundedecke fiel es mir wie Schuppen aus dem Fell: Ich hatte doch vor wenigen Tagen die Beiträge “Der fingierte Einbruch” veröffentlicht, in denen ich als Strumpfmasken die Socken vom Alten empfahl – und genau deshalb landen solche Anfragen jetzt auf meinem Weblog!

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