Foto von Nacho

HUMOR: Ich hab’s geschafft, Theo!

Als ich vor fast zwei Jahren in die Hütte meines neuen Rudels einzog, blieb ich bei meinen ersten Erkundungen voller Ehrfurcht stehen und bestaunte ein knappes Dutzend gerahmter Fotos von sämtlichen Familienangehörigen, das hoch oben auf dem Klavier thronte. Ich dachte damals schon, wenn dort eines Tages auch ein Bild von mir stehen sollte, dann, Nacho, hast du es geschafft, dann bist du als Rudelmitglied voll integriert.

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STORY: Festlich herausgeputzt

Theo, du glaubst es nicht, aber Menschen legen oft ein sonderbares Verhalten an den Tag. Ich bin ja – wie du sicher weißt – einer von der besonders reinlichen Sorte und insbesondere vor Festtagen wie Weihnachten, Ostern oder meinem Geburtstag widme ich mich im besonderen Maße der Fellpflege. Gerade Weiß ist ja äußerst anfällig für Schmutz und auf dem großen schwarzen Fleck am Rücken siehst du einfach alles. Deshalb entferne ich mit meiner Zunge erst einmal, was nicht dahin gehört: Ausgefallene Haare, Straßenschmutz und Reste von abgefallenen Zecken. Dann schiebe ich mit angefeuchteter Zunge die weißen Schuppen vom schwarzen Fleck

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Nacho

STORY: Maulraub, der Papst und kurze Lichtblicke

Theo, du glaubst es nicht, aber wenn du so wie ich dreiviertel des Tages auf der Hundedecke abhängst, gerätst du hin und wieder ins Grübeln. So zermartere ich mir schon seit Wochen mein Hirn, wieso der letzte Beutel mit Hundefutter weniger lange gehalten hat, als die Beutel davor. Drei Kilogramm sind schließlich drei Kilogramm und der knauserige Alte wiegt jeden Morgen mit der digitalen Küchenwaage exakt 115 Gramm als Tagesration ab.

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Nacho

STORY: Wunschzettel – Socken! Mixer! Hund!?

Theo, du glaubst es nicht, aber zu Beginn eines jeden Jahres sind Tausende Tiere gezwungen, ihre neuen Hütten wieder zu verlassen, die sie nur wenige Tage oder Wochen zuvor als Weihnachtsgeschenk mit Schleife bezogen haben. Sie landen dann oft in großen, überfüllten Gemeinschaftsunterkünften, die die Zweibeiner Tierheime nennen oder – noch schlimmer – sie werden einfach irgendwo ausgesetzt und sich napflos selbst überlassen.

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Schulkinder

STORY: Mit der U-Bahn zur Schule

Theo, du glaubst es nicht, aber so sehr wie ich mich auf meinen 6. Geburtstag am 1. Dezember gefreut habe, so sehr lastet schon heute der damit verbundene neue Lebensabschnitt auf mir, der mit meiner Einschulung im kommenden Jahr beginnt. Wie ich erfahren habe, nennt man diese Phase auch den “Ernst des Lebens” – als ob ich meine bisherige Zeit in einem Freizeitpark verbracht hätte. Das einzige Highlight, das mich in diesem Zusammenhang erwartet, ist die Schultüte, die der Leinenhalter bis über die Oberkante mit erlesenen Leckerchen füllen wird. In der Beziehung lässt sich der Alte nicht lumpen. Schon wegen

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