STORY: Statt “4711” Duftwasser “139b”

Theo, du glaubst es nicht, aber ich bin dabei, den ultimativen Duft für den modernen, weltoffenen Hundemann zu entwickeln! Mein Ziel ist, herb-fruchtige Noten mit markanten Nuancen und aromatischer Frische zu vereinen. Den Auftakt bildet eine Kombination aus mit unterschiedlichen Schwebstoffen veredeltem Regenwasser, durchsetzt von geklärtem Faulschlamm und Gülle. In der Herznote dominieren die Reste gebrauchter Papiertaschentücher im Mix mit den lederigen Nuancen frischer Pferdeäpfel, während sich in der Basisnote der Abrieb einer ranzigen Pizzaverpackung und der Kot des seltenen Eisvogels paaren und für einen maskulin-kraftvollen Charakter sorgen, der pure Lebenslust ausstrahlt. Wenn mir mit dieser Kreation der Durchbruch gelingt,

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STORY: Nacho tanzt seinen Namen

Theo, du glaubst es nicht, aber es lässt mich oft verzweifeln, wie schlecht mich mein Rudel versteht. Da belle ich mir zum Beispiel jeden Tag die Seele aus dem Fell, wenn dieser Typ auf seinem gelben Rad ankommt, um uns den Kasten an der Haustür zuzumüllen. Und was macht mein Leinenhalter? Brüllt mich erst an, ich solle die Schnauze halten und holt dann einen Schlüssel, um den Kasten von seinem Unrat zu befreien.

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STORY: Ich hasse Dog-Dancing

Theo, du glaubst es nicht, aber manchmal denke ich, dass mein Leinenhalter nicht alle Bretter vorm Kopf hat. So bellt er schon seit Tagen davon, dass er mit mir zum Dog-Dancing gehen möchte. Beim Dog-Dancing lernen Hund und Halter, sich tänzerisch und spielerisch zu Musik zu bewegen. Diese Art von Zeitvertreib geht mir sowas von am Gesäß vorbei. Vor allen Dingen, wenn ich daran denke, wie ungeschickt der Alte sich so schon anstellt. Im Rudel lästert man hinter vorgehaltener Pfote, dass zwei linke Pfoten und Herrchen ein und dasselbe seien. Wie ich mit dem ‘ne flotte Hornhaut auf’s Parkett legen

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STORY: Der Höllentrip nach Granada

Theo, du glaubst es nicht, aber ich habe solch einen Bammel vor dem nächsten Rudelurlaub. Normalerweise bin ich ja mit allen Güllen gewaschen, aber wenn ich daran denke, was mich dieses Mal erwartet, geht mir mein kleiner smarter Hintern auf Grundeis. Warum die ganze Aufregung? Weil ich hörte, wie der Alte zu Frauchen sagte “Wir wechseln uns beim Fahren ab!” Dieser Satz fiel, während ich gestern Nachmittag nichtsahnend auf meiner Decke döste und ließ mir das Herz ins tiefste Unterfell rutschen.

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Nacho

STORY: Maulraub, der Papst und kurze Lichtblicke

Theo, du glaubst es nicht, aber wenn du so wie ich dreiviertel des Tages auf der Hundedecke abhängst, gerätst du hin und wieder ins Grübeln. So zermartere ich mir schon seit Wochen mein Hirn, wieso der letzte Beutel mit Hundefutter weniger lange gehalten hat, als die Beutel davor. Drei Kilogramm sind schließlich drei Kilogramm und der knauserige Alte wiegt jeden Morgen mit der digitalen Küchenwaage exakt 115 Gramm als Tagesration ab.

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Nacho

STORY: Wunschzettel – Socken! Mixer! Hund!?

Theo, du glaubst es nicht, aber zu Beginn eines jeden Jahres sind Tausende Tiere gezwungen, ihre neuen Hütten wieder zu verlassen, die sie nur wenige Tage oder Wochen zuvor als Weihnachtsgeschenk mit Schleife bezogen haben. Sie landen dann oft in großen, überfüllten Gemeinschaftsunterkünften, die die Zweibeiner Tierheime nennen oder – noch schlimmer – sie werden einfach irgendwo ausgesetzt und sich napflos selbst überlassen.

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Schulkinder

STORY: Mit der U-Bahn zur Schule

Theo, du glaubst es nicht, aber so sehr wie ich mich auf meinen 6. Geburtstag am 1. Dezember gefreut habe, so sehr lastet schon heute der damit verbundene neue Lebensabschnitt auf mir, der mit meiner Einschulung im kommenden Jahr beginnt. Wie ich erfahren habe, nennt man diese Phase auch den “Ernst des Lebens” – als ob ich meine bisherige Zeit in einem Freizeitpark verbracht hätte. Das einzige Highlight, das mich in diesem Zusammenhang erwartet, ist die Schultüte, die der Leinenhalter bis über die Oberkante mit erlesenen Leckerchen füllen wird. In der Beziehung lässt sich der Alte nicht lumpen. Schon wegen

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Nacho

STORY: Hundefleisch zum Schnäppchenpreis

Theo, du glaubst es nicht, aber ich ging vielleicht mal für ‘n Appel und ‘n Ei über die Ladentheke! Kannst du dir das vorstellen? Da glaubt man, den alten Leinenhalter zwei lange Jahre zu kennen und dann so eine Offenbarung! Ich bin tierisch enttäuscht. Wäre ich eine Katze, ich würde mich dem erstbesten Dackel zum Fraß vorwerfen. Lass mich nur kurz meine zwei Synapsen auf Trab bringen, damit ich dir berichten kann, was sich zugetragen hat.

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