STORY: Achtung! Schleimspur!

Theo, du glaubst, es nicht, aber weißt du, wen ich beneide? Gastropoden mit Haus. Ach, Theo, ich kann vor meinem geistigen Auge sehen, wie blöd du jetzt aus dem Fell guckst. Dabei sag’ ich es immer wieder: Lesen bildet und Wikipedia ist dein Freund!

Gastropoden sind Schnecken – mit oder ohne Schneckengehäuse. Und ich bin neidisch auf die mit Haus. Stell’ dir doch nur mal vor, was man da alles unterbringen könnte! Als erstes würde ich mir einen dicken Sack Hundefutter reinstellen. Dann ein gutes Dutzend (also mehr als fünf!) Tüten mit Leckerchen. Natürlich verschiedene Sorten. Also nicht nur das, was gerade billig beim Discounter zu haben ist. (Das ist immer typisch für meinen Leinenhalter: Gibt es im Supermarkt die albernen Kekshäschen im Angebot, dann kriege ich die so lange zu fressen, bis mir die Häschen an den Ohren wieder herauskommen!) Mein Alter würde jetzt sagen, dass dieser Klammerzusatz unsachlich sei, deshalb zurück zum Thema. Ein paar frische Hundeknochen müssten natürlich auch mit, ebenso der Napf und eine Flasche stilles Wasser. Meine Decke und meine kleine Nackenrolle für die Nacht hätte ich fast vergessen. Und selbstverständlich mein Notebook, damit ich dir unterwegs was bloggen kann. Wahnsinn! Nicht wahr? Das Tolle ist ja auch, dass hund immer alles Lebenswichtige dabei hätte, egal wo hund ist! Darüber hinaus bietet so ein Haus Schutz. Zum Beispiel vor Kampfhunden, dem dämlichen Dackel von nebenan oder vor dem Alten, wenn der mal wieder die harte Tour reitet.

Über eine Sache mache ich mir allerdings Gedanken. Im Gegensatz zu uns Fellnasen sind Schnecken ja verdammt langsam. Noch nicht mal Sprints über kurze Distanzen scheinen möglich zu sein! Ob das mit dem Haus zusammenhängt? Ich meine, da beißt die Zecke keinen Faden ab, dass bei mir gewichtsmäßig einiges zusammenkäme. Und wenn ich daran denke, wie schwer es mir an heißen Tagen schon fällt, mein eigenes Fell durch die Gegend zu schleppen, dann bin ich skeptisch, ob das mit dem Haus wirklich so eine gute Idee ist. Was mich bei dem Gedanken aber noch mehr beunruhigt: Bei Wikipedia steht auch, dass sich größere, an Land lebende Schnecken auf einem Schleimteppich vorwärtsbewegen. Das, mein lieber Theo, ist eine sehr ekelhafte Vorstellung! Außerdem habe ich gleichzeitig Frauchens Stimme im Ohr, wenn sie zum Alten sagt, er solle aufpassen, dass er nicht auf seiner eigenen Schleimspur ausrutscht!


Hat dir der Artikel gefallen, freue ich mich, wenn du ihn teilst: