STORY: Das ist aber ein dicker Hund! Folgewirkungen der Festtage

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Hundefutter
Ich konnte im Fressen baden!

Theo, du glaubst es nicht, aber die vergangenen Feiertage waren schon echt krass! Was es da alles zu fressen gab! Meine Alten hatten mich ja schon an Heiligabend mit einem heißen Satz Schweineohren verwöhnt, aber an den folgenden Tagen ging der Napf erst so richtig ab. Jeder, der in unsere Hütte kam, meinte, mir etwas mitbringen zu müssen. Ohne, dass ich ihn bedrohte oder meine rehbraunen Augen ins Spiel bringen musste. Hundekekse, Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch, Kauknochen zur Dentalpflege und kleine Leckerchen, die die Gelenke schmieren. Wie immer konnte ich geschmacklich keine großen Unterschiede feststellen, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass sämtliche Nahrungsmittel viel zu schnell über meine Geschmacksknospen rutschen. Doch darauf kommt es mir auch gar nicht so an, wenn nur die Menge stimmt. Und die stimmte.

Ein dicker Nacho vor dem Spiegel
Was macht dieser dicke Hund in unserer Hütte?

Was mich jedoch die letzten Tage schwer verunsichert, ist die Tatsache, dass ein zweiter Hund durch unsere Hütte läuft. Das Merkwürdige daran ist, dass er mir bis aufs letzte Haar gleicht. Dasselbe schöne Kopfmuster, derselbe schwarze Fleck auf dem Rücken, der gleiche hungrige Blick. Es gibt nur einen einzigen Unterschied: Die Fellnase ist ungleich dicker als ich, einer gestopften Weihnachtsgans im drallen Federkleid nicht unähnlich! Was mich gleichermaßen verblüfft, ist, dass mir der Hund immer nur an zwei Stellen im Haus begegnet. Entweder an der Wand in der Diele oder am Schlafzimmerschrank meiner Leinenhalter. Natürlich weiß ich, dass dort Spiegel hängen – bin ja nicht blöd. Aber sah ich dort bis zum Weihnachtsfest einen drahtigen, sportlichen Vierbeiner, der sich an seinem Sixpack erfreute, blickt mich nun ein rollendes Fässchen mit kleinen Schweinsäugelchen an.

Nacho vor Schlafzimmerschrank
Hier im Schlafzimmer läuft der Kerl auch rum!

Fast schon rasend macht mich dabei, dass dieser blöde Hund mich jedesmal nachäfft. Laufe ich langsam auf ihn zu, kommt er mir ebenfalls geduckt entgegen. Stoppe ich plötzlich, bleibt er genauso unerwartet stehen. Fletsche ich die Zähne, zeigt auch er mir sein furchteinflößendes Gebiss. Schließe ich meine Schnauze und trolle ich mich davon, verliert auch mein Gegenüber die Lust und verschwindet. Neulich habe ich mich bei ähnlicher Gelegenheit noch einmal blitzschnell umgedreht und was soll ich dir bellen, Theo? Dieser Hund hatte genau dieselbe Idee und schon standen wir uns wieder knurrend gegenüber. Das Ganze ist für mich wie verhext. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, dass ich das bin. Doch dafür ist der andere Hund viel zu dick…


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