STORY: Die Millionen-Erbschaft (Teil 2/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber die Sache mit meiner Erbschaft läuft wie geschmiert! Nachdem ich Onkel Diegos Nachlassverwalter wie gewünscht meine Kontaktdaten gemailt hatte, traf schon wenige Minuten später seine Antwort ein:

Meine liebe Freund Nacho,
zunaechst ich mochte noch eine Mal ausdrucken meine tiefste Bedauern wegen die Tod von Ihre Onkel Diego, der eine so gute Mann war und ihnen 12.500.000 Rinderknocken hinterlassen hat. Wie schon geschriben, hat Ihre Onkel die Rinderknocken in eine tiefe Loche vergraben. Naturlich ich helfen ausgraben, da Sie meine Freund. Bitte uberweisen hierfur 3.000 Euro auf meine Konto bei die Western Union Bank.

Mit viele Hochachtung
Pedro Martínez de Silva
Nachlassverwalter von ihre Onkel Diego

Sicher sind 3.000 Euro viel Geld, Theo, aber wenn ich Señor de Silva richtig verstehe, hat er mir seine Hilfe zu einem fairen Freundschaftspreis angeboten und deshalb möchte ich ihm nun nicht vor den Kopf stoßen. Frag mich bitte nicht, wie ich das gemacht habe, aber mit der Kreditkarte des Alten hat es nach mehreren Versuchen tatsächlich geklappt. Wenn das rauskommt, wird mir der Alte mit Sicherheit das Sommerfell über die Ohren ziehen wollen, aber ich denke, dass ich ihn mit der Aussicht auf die 12.500.000 Knochen schnell ruhig stellen kann.

Leider hat es nun ein kleines Problem bei der Bergung der Rinderknochen gegeben, wie mir der Nachlassverwalter soeben signalisierte. Er schreibt, dass das Loch doch um einiges tiefer ist als ursprünglich gedacht. Entsprechend würden die Bergungskosten auf 5.000 Euro steigen. Natürlich ist mir ein kräftiger Schreck ins Fell gefahren, doch nur zwei Sätze weiter konnte mich Señor de Silva mit der guten Nachricht beruhigen, dass das Knochenlager viel umfangreicher sei, als anfangs vermutet. Das nennt man dann wohl Glück im Unglück. Selbstverständlich muss ich meinem Leinenhalter die 5.000 Euro zurückzahlen, aber das dürfte kein Problem sein. Wenn ich jeden Knochen für 50 Cent verkaufe, müsste genug Geld reinkommen, um den Alten zu besänftigen. Du siehst, Theo, alles im grünen Bereich!

PS: Mit meinen Nachforschungen zu Onkel Diego bin ich noch nicht so recht weitergekommen. Er scheint sehr zurückgezogen gelebt zu haben.

(Fortsetzung folgt.)

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