STORY: Hundedecke – entführt und gewaschen! :-(

Theo, du glaubst es nicht, aber als ich heute Vormittag ins Haus zurückkehrte und mich nach der Gassirunde auf meiner Decke lang machen wollte, traf mich der Schlag: Sie war weg. Die Hundedecke war wie vom Erdboden verschwunden. Dabei hatte ich noch heute Morgen im Halbschlaf gedacht, dass sie nach gut vier Monaten endlich den richtigen Geruch ausströmte. Den Geruch von Heimat und Geborgenheit – vor allen Dingen aber von Hund! Doch nachdem ich mich erst einmal gesammelt und eine gute Stunde darüber gegrübelt hatte, wusste ich, was passiert war: Sie wurde entführt! Ja, so musste es gewesen sein. Denn wie sagte mein kluges Herrchen gestern noch: “Deine Decke steht ja schon vor lauter Dreck! Pass auf, dass die Hundeflöhe sie nicht wegtragen!”

Nun war natürlich Andalusien in Not! Weit konnte die Decke jedoch nicht gekommen sein, schließlich hatte ich noch die Nacht auf ihr abgehangen. Ich suchte zunächst das ganze Haus ab; inzwischen kenne ich da jeden Winkel. Ohne Ergebnis. Dann kam mir der Garten in den Sinn. Also stellte ich mich winselnd vor die Terrassentür, bis Frauchen sie öffnete. (Dass das immer noch so lange dauert, bis sie endlich kapiert, was ich will!) Ja, Theo, was soll ich sagen, meine heiß und innig geliebte Hundedecke hing über zwei Stühlen auf der Terrasse. ‘Hut ab’, dachte ich da noch, ‘so Flöhe sind doch kräftiger als hund so denkt’. Als Frauchen jedoch meinen Blick bemerkte, erklärte sie, dass die – ich zitiere Theo: “Ranzdecke” – gewaschen wurde und jetzt noch in der Sonne trocknen müsse. Nun sagte mir das Wort “gewaschen” zwar nichts (ich glaube, auf hündisch gibt es keine Entsprechung), aber mir schwante trotzdem Übles. Dass ich damit richtig lag, stellte sich heraus, als die Decke wieder auf ihrem Platz lag.

Sie sah nicht nur deutlich heller aus (womit ich hätte leben können) – nein, sie stank bestialisch!! Ich kann dir nicht mal genau sagen wonach. Es war so eine undefinierbare Mischung aus April-Frische, Sommerblümchen und Alt-Frauen-Parfüm. Ich wusste nur eins: Es wird Monate dauern, bis ich mich an sie gewöhnt habe.

P.S.: In diesem Zusammenhang fühle ich mich auch von Herrchen maßlos getäuscht. Du weißt, er hat sich vom ersten Tag an nicht mit meiner Bloggerei anfreunden können. Es hieß immer, dass sei nicht artgerecht und vor allen Dingen sei meine Hunde-Ecke für so technische Spielereien nicht geeignet. Was soll ich sagen, Theo, als heute die Decke weg war, sah ich erst, welche technische Ausstattung mit ihrer Hilfe kaschiert wurde (siehe Foto links)! Die Ausrede zieht also künftig nicht mehr!


Hat dir der Artikel gefallen, freue ich mich, wenn du ihn teilst: