STORY: Ich bastel keine Strumpfmasken!

Theo, du glaubst es nicht, aber ein Blick in meine Blogstatistik zeigt, dass es tatsächlich Zweibeiner gibt, die mit Google und ähnlichen Diensten nach “Strumpfmasken basteln” suchen! Zunächst fragte ich meine drei Synapsen, wie kann das sein? Aber nach stundenlangem Grübeln auf der Hundedecke fiel es mir wie Schuppen aus dem Fell: Ich hatte doch vor wenigen Tagen die Beiträge “Der fingierte Einbruch” veröffentlicht, in denen ich als Strumpfmasken die Socken vom Alten empfahl – und genau deshalb landen solche Anfragen jetzt auf meinem Weblog!

Kann ich das als Wink des Schicksals deuten? Bin ich, Nacho, der stolze Ratonero Bodeguero Andaluz, womöglich dazu bestimmt, Strumpfmasken herzustellen und auf den Markt zu werfen? Ist das der Auftrag, für den mich die Mutter der Vorsehung gebucht hat? Doch dieses Mal bellte ich mir “Halt!”; nicht schon wieder voreilige Entscheidungen treffen! Eine entsprechende Marktanalyse schien mir angebracht und schon tippte ich bei Amazon das Wort “Strumpfmasken” als Suchbegriff ein. Wau! Nur 22 Treffer! Vergleichsweise wenig für den All-You-Can-Buy-Anbieter! Das bellt schon fast für eine Marktlücke.

Einmal Leckerchen geleckt interessierte mich jetzt auch das nähere Kaufumfeld und so schaute ich in den unvermeidlichen Appetit-Macher “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch”. Da waren zunächst einmal Strumpfmasken in allen Variationen zu sehen. Als Karnevalsverkleidung, als Sturmhauben für Motorradfahrer, aber auch als Masken, die einem Bankräuber gut zu Gesicht stünden. Dann folgten Outdoor-Handschuhe und Energy-Drinks, schließlich Baseballschläger, Schlagstöcke und Kampfmesser. Baseballschläger? Schlagstöcke? Kampfmesser? Mir war plötzlich ganz mulmig zumute. Mit was für Zweibeinern bekam ich es hier zu tun? Hatte ich die Geschichte mit den Strumpfmasken bisher nur als amüsante Beigabe gesehen, um meinen Blogbeitrag aufzulockern, wurde mir schlagartig klar, dass das Thema ganz schnell einen anderen Zungenschlag erfahren kann. Die fixe Idee, Strumpfmasken herzustellen, war daher für mich genauso schnell gestorben, wie ich das Amazon-Fenster wieder geschlossen hatte. An dem alten Sprichwort “Bäcker bleib bei deinen Leckerchen” scheint doch was dran zu sein!

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