STORY: Maulraub, der Papst und kurze Lichtblicke

Nacho
Seit Wochen zermartere ich mir mein Hirn…

Theo, du glaubst es nicht, aber wenn du so wie ich dreiviertel des Tages auf der Hundedecke abhängst, gerätst du hin und wieder ins Grübeln. So zermartere ich mir schon seit Wochen mein Hirn, wieso der letzte Beutel mit Hundefutter weniger lange gehalten hat, als die Beutel davor. Drei Kilogramm sind schließlich drei Kilogramm und der knauserige Alte wiegt jeden Morgen mit der digitalen Küchenwaage exakt 115 Gramm als Tagesration ab.

Nacho
…und frage mich, ….

Ich bin zwar nicht die hellste Kerze auf dem Hundekuchen, aber wenn es ums Fressen geht, bringe ich die dafür zuständige Synapse zum Glühen. Bei der Gelegenheit: Der Alte bellt immer, ich hätte insgesamt sowieso nur zwei Synapsen. Die erste kümmere sich ausschließlich ums leibliche Wohl, während die zweite die bis zu 20 Stunden dauernde tägliche Ruhezeit einteilt. Er vermutet, dass es früher noch eine dritte Synapse gab, die aber Gott sei Dank meiner Kastration zum Opfer gefallen sei, der ich übrigens bis zum heutigen Tag NICHT zugestimmt habe.

Nacho
…wieso die Tüte Hundefutter so schnell leer war?

Nun aber zurück zum Thema. Wenn ein Beutel mit drei Kilogramm Hundefutter gefüllt ist und mir davon täglich lächerliche 115 Gramm zugeteilt werden, müsste der Beutel – kurz überschlagen – genau 26,0869 Tage reichen. Na gut, lass mich auf 26 Tage abrunden – ich will da auch nicht päpstlicher sein als der Papst. Wie quakt der Frosch beim Laichen: Ein bisschen Schwund ist immer. Aber wenn so ein Beutel bereits nach 23 Tagen sein Innenleben aushaucht, dann stimmt da was nicht.

Doch an diesem Punkt komme ich einfach nicht weiter. Bevor ich aber beginne, um diese Frage wie die Zecke um den Hund zu kreisen, werde ich jetzt erstmal meine fünf Pfoten entwirren, mich langsam hochrappeln und den Alten um eine kleine Zusatzration anbetteln.


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