STORY: Mülltrennung mit Hundesachverstand Und jeder kommt auf seine Kosten!

Diesen Beitrag per E-Mail versenden
Sie können maximal fünf Empfänger angeben. Diese bitte durch Kommas trennen.





Die hier eingegebenen Daten werden nur dazu verwendet, die E-Mail in Ihrem Namen zu versenden. Sie werden nicht gespeichert und es erfolgt keine Weitergabe an Dritte oder eine Analyse zu Marketing-Zwecken.

Nacho macht sich Gedanken zur Mülltrennung
Ich wäre der Hauptprofiteur einer geregelten Mülltrennung

Theo, du glaubst es nicht, aber mich beschäftigt schon seit Wochen der Abfalleimer in unserer Küche. Was da alles hinein wandert, kannst du dir nicht vorstellen. Du würdest dir alle fünf Pfoten danach lecken, obwohl bei euch ja auch kein Schmalhans Küchenmeister ist. Ich meine jetzt nicht Gemüse- und Obstabfälle. Soweit diese für mich verträglich sind, verkauft man mir die ohnehin schon als besonders attraktive Leckerchen. Als wenn ich zu dämlich wäre, um das zu merken.

Symbolbild
Ich lege größten Wert auf Weiterverwertung

Nein, ich ziele mehr auf Kartoffel-, Reis- oder Nudelreste, altes Brot und Ähnliches ab. Meine Alten versuchen zwar, diese Abfälle möglichst gering zu halten, aber so ganz vermeiden können sie es wohl nicht. Ich habe schon häufiger versucht, auf meinen Fressnapf aufmerksam zu machen, der neben dem Abfalleimer steht. Aber nicht nur in der Beziehung sind die Alten sowas von begriffsstutzig! Dabei könnte das für beide Seiten eine absolute Win-win-Situation sein: Auf der einen Seite würden sich das Abfallvolumen und die damit verbundenen Müllgebühren erheblich reduzieren, auf der anderen Seite wäre meine Verpflegung weitaus abwechslungsreicher und trotzdem kostengünstiger.

Abfallcontainer
Auch bei Mülltrennung im großen Stil wäre ich dabei

Vielleicht scheuen die Alten auch nur die Mehrarbeit der Mülltrennung. Selbst diese würde ich freiwillig übernehmen. Ich habe schon darüber nachgedacht, dass der Alte den Mülleimer mit einer Katzenklappe aufwertet, aus der die Abfälle unmittelbar in meinen Napf fallen. Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln würde ich sofort verwerten. Joghurtbecher, Quarktöpfchen und Marmeladengläser könnte ich sauber ausschlecken und dann zum Kunststoff- bzw. Glasabfall sortieren. Die leeren Pizzaverpackungen des Bringdienstes, die bisher mit Fett-, Käse- und Teigresten in die Restmülltonne wanderten, ließen sich nach meiner Säuberungsaktion problemlos mit den alten Zeitungen entsorgen.

Als Flughund könnte ich die Abfälle noch in der Luft abfangen

Das Problem ist nur: Wie erkläre ich meine grandiose Idee den Alten? Möglicherweise hilft es, wenn ich meinen Fressnapf noch näher an den Abfalleimer heranschiebe. Oder ich platziere die Möhre, die mir manchmal als Leckerchen angedreht wird, erst einmal demonstrativ mitten im Napf. Hilft das alles nicht, muss ich zu drastischeren Maßnahmen greifen. So könnte ich beispielsweise jedesmal, wenn die Alten etwas in den Eimer schmeißen wollen, dazwischen hechten und wie ein Flughund den Abfall noch in der Luft abfangen, bevor er in der Tonne landet. Wenn ich ihn anschließend nach Papier, Metall, Glas, Kunststoff und Biomüll sortenrein trenne, sollten sogar meine Schubladendenker begreifen, was ich ihnen verständlich machen möchte.


Hat dir der Artikel gefallen, freue ich mich, wenn du ihn teilst: