Leckerchen auf Hundekissen

STORY: Ein Betthupferl zur Nacht Das gibt es in jedem guten Hotel!

Theo, du glaubst es nicht, aber in jedem guten Hotel findet der Gast, der sich abends auf seine Hütte begibt, ein Leckerchen. Es liegt auf seiner Decke und hört auf den lustigen Namen Betthupferl! Das weiß ich vom Alten, der in seinem beruflichen Leben schon viele Nächte in solchen Hotel-Hütten-Anlagen verbracht hat. Nun hält sich der Alte zwar selbst auch für einen Guten, aber so sehr ich mir meine zwei Synapsen auch zermartere, an ein Leckerchen auf meiner Decke kann ich mich nicht erinnern. Das kann natürlich daran liegen, dass ich kein Gast unserer Doppelhüttenhälfte bin. Eher zähle ich nach

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Nachos Fell

STORY: Vokuhila – It’s my Way! Der Alte ist ein Miesmacher

Theo, du glaubst es nicht, aber in letzter Zeit zickt mein Leinenhalter nur noch rum. Wenn mir das jemand in meiner früheren Heimat Andalusien gebellt hätte – ich hätte mich niemals auf ihn eingelassen. Das Ärgerliche ist auch, dass du solche Veränderungen anfangs gar nicht merkst. Das sind ja schleichende Prozesse. Und wenn du es merkst, ist es schon zu spät. Da ist dann ein großes Stück konsequente Erziehungsarbeit zu leisten, bis so ein Zweibeiner wieder spurt. Was der Alte an mir auszusetzen hat? Es fängt bei der morgendlichen Gassirunde an. So meinte er letzt, dass er mit einer Wanderdüne

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Eichhörnchen

STORY: Ein Versager auf der Jagd Bekenntnisse eines Losers

Theo, du glaubst es nicht, aber ich bin ein absoluter Versager. Eine Lusche, ein Lulli, ein Loser. Zumindest was die Jagd betrifft. Geboren wurde ich ja als andalusischer Ratonero Bodeguero, also ein auf das Fangen von Ratten und Mäusen spezialisierter Hund. Doch soll ich dir mal verraten, wie viele von diesen huschenden Nagetieren ich gefasst habe? Nicht einen. Oder wie man in meiner alten Heimat bellt: Cero. Also kündigte man mir den Job bzw. Mann verjagte mich vom Hof. Wegen meiner friedfertigen Art als Nacho Gandhi verspottet, emigrierte ich auf dem Höhepunkt meines Niedergangs nach Deutschland. Dort angekommen, versuchte ich,

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Nacho

STORY: Auffahrunfall in der Küche Haushaltsvorstand am Boden zerstört

Theo, du glaubst es nicht, aber bei uns im Rudel herrscht mal wieder ganz dicke Luft. Wegen eines Auffahrunfalls! Den angeblich ich verursacht hätte! Weil ich stets gerade dort sei, wo man nicht mit mir rechnet! Heißt es! Obwohl das sowas von an den Fellhaaren herbeigezogen ist, aber das interessiert die Rudelmitglieder natürlich nicht! Du merkst, ich bin immer noch auf 183! Aber jetzt der Reihe nach.

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STORY: Der Höllentrip nach Granada

Theo, du glaubst es nicht, aber ich habe solch einen Bammel vor dem nächsten Rudelurlaub. Normalerweise bin ich ja mit allen Güllen gewaschen, aber wenn ich daran denke, was mich dieses Mal erwartet, geht mir mein kleiner smarter Hintern auf Grundeis. Warum die ganze Aufregung? Weil ich hörte, wie der Alte zu Frauchen sagte “Wir wechseln uns beim Fahren ab!” Dieser Satz fiel, während ich gestern Nachmittag nichtsahnend auf meiner Decke döste und ließ mir das Herz ins tiefste Unterfell rutschen.

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Nacho

STORY: Ein Hund der Unterschicht

Theo, du glaubst es nicht, aber mein Leinenhalter ist der Auffassung, dass ich weder ein Hund der Oberschicht noch der Mittelschicht sei. Nein, bei mir handele es sich um einen typischen Vertreter der Unterschicht. Das war für mich erstmal ein Schlag ins Gesicht. Es wird in Deutschland zwar oft vom abgehängten Prekariat gebellt, aber mich selbst dazu zu zählen, hat mir mein andalusischer Stolz bisher verboten. Obwohl meine Kennzeichen schon dafür sprechen: Chronischer Geldmangel, absolute Bildungsferne und mangelnder Aufstiegswille im Rudel zeichnen mich zugegebenermaßen aus. Doch noch bevor ich in eine tiefe Depression verfiel, stellte sich heraus, dass mein Alter dies in einem

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STORY: Midlife-Crisis (Teil 1/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber am 1. Dezember vollende ich mein 5. Lebensjahr und es fällt mir in diesem Jahr zum ersten Mal schwer, mich auf diesen Tag zu freuen. Fünf Jahre sind für einen Hund schon ein stolzes Alter. Das wurde mir besonders klar, nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass ein Hundejahr sieben Menschenjahren entspricht. Überleg mal, Theo, das bedeutet, dass ich als Mensch schon zwischen dreißig und vierzig Jahre alt wäre! Nun ist das allein genommen noch kein Thema, doch habe ich auch gelesen, dass ein erfolgreicher Rüde bis zu diesem Alter drei Dinge tun sollte: Eine

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STORY: Schluss mit dem Gebell!

Theo, du glaubst es nicht, aber dieses ständige Gebell der Menschen geht mir manchmal tierisch auf den Senkel. Du verstehst ja sowieso nicht, was sie wollen. Bei uns fängt das schon in aller Herrgottsfrühe an. Ich liege noch wie hingegossen auf meiner Hundedecke, träume von den in den Sand gesetzten 12.500.000 Rinderknochen und plötzlich stehen die Alten vor mir und bellen mich an. Ich schaue sie zwar jedesmal gelangweilt mit einem “Häh? Is was?” auf den Lefzen an, aber solche Winks mit dem Holzpfosten verstehen sie einfach nicht.

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STORY: Die Millionen-Erbschaft (Teil 1/3)

Theo, du glaubst es nicht, was mir gestern passiert ist. Wie du weißt, blogge ich jetzt seit Ende Mai diesen Jahres, und obwohl ich ja ausschließlich dir berichte, was in unserem Rudel alles abgeht, findet sich doch hin und wieder auch eine Nachricht in meiner Mailbox. Meist handelt es sich dabei um Werbung – etwa “So verhindern Sie den Fellwechsel”, “Auch IHRE Hundehütte braucht einen Tapetenwechsel” oder “Tipps zur Schwanz- und Pfotenpflege”. Manchmal schreibt mir auch eine Hundedame namens Chantalle und macht Angebote, die mir die Schamesröte unters Fell treibt. Du siehst, im Grunde nichts von Belang, sondern alles Dinge,

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STORY: Katzenjammer (Teil 3/3)

“WAHRTET NUHR AP – EINES TAHGES KRIGEN WIR EUCH ALLE!!” Theo, du glaubst es nicht, aber es hat sich alles aufgeklärt. Wir wissen, wer hinter dieser infamen Drohung steckte! Die gestern Nachmittag ad hoc beschlossene Ausgangssperre für allein lebende Hündinnen und Welpen unter sechs Monaten konnte noch in den frühen Abendstunden aufgehoben werden. Auch die beiden Dobermänner Hans und Karl, die den Trafokasten wegen möglicher neuer Droh-Markierungen rund um die Uhr im Blick hielten, wurden abgezogen. Kurz: Unsere kleine Hundewelt ist wieder rund und geht ihren gewohnten Gang – Schlafen, abhängen, fressen, Gassirunde, schlafen, abhängen…

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