Nacho

STORY: Mein Schließmuskel gehört mir! Ich mache wann ICH will

Theo, du glaubst es nicht, aber die morgendlichen Gassirunden mit meinem Leinenhalter werden mir immer unheimlicher. Die ersten paar Hundert Meter ist noch alles supi. Ich laufe – oft ein Lied auf den Lefzen – fröhlich voraus, während der Alte mit halb geschlossenen Augen müde hinter mir herstolpert. Nach etwa zehn Minuten aber beginnt er mich mit einem Blick zu fixieren, der sich mir förmlich ins Gesäß brennt. Drehe ich mich zu ihm um, starren mich zwei in der herbstlichen Dunkelheit glühende Augen an, untermalt von einem gehechelten “Jetzt mach schon!”. Was er mit diesem kryptisch dahin gebellten Befehl meint, ist

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Abfallkorb

STORY: Der Alte macht mich wahnsinnig! Ein Leinenführer ohne Spürsinn

Theo, du glaubst es nicht, aber ich schätze mich glücklich, dass ich so einen untrüglichen Spürsinn besitze, wenn es gilt, sich auf bekanntem und unbekanntem Terrain zu bewegen. Im Gegensatz zu meinem Leinenhalter weiß ich immer, wo es lang geht. Nimm nur mal die gestrige Abendrunde. Wir verließen gegen 21 Uhr das Haus und Herrchen wollte nach rechts abdrehen. Ehrlich, Theo, da fass ich mir als Hund mit der Pfote an den Kopf! Wusste der Alte etwa nicht mehr, dass wir am Mittag von links kommend auf die aufgeplatzte Tüte mit Kartoffelchips gestoßen waren? Nach kurzem Leinenziehen gab ich schließlich

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Hund

STORY: Mach doch wie ‘ne Hündin!

Theo, du glaubst es nicht, aber als ich auf unserer letzten Gassirunde einen meiner Hinterläufe hob, um Wasser zu lassen, meinte mein Leinenhalter doch tatsächlich, warum ich mich nicht wie eine Hündin hinhocken und einfach laufen lassen könnte. Wenn er schon sähe, wie ich beim Markieren auf meinen drei staksigen Beinen hin und her schwanke, wäre für ihn klar, warum bereits das leiseste Geräusch oder die geringste Ablenkung meine hochgradig instabile Konstruktion zum Einsturz brächte.

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STORY: Der Höllentrip nach Granada

Theo, du glaubst es nicht, aber ich habe solch einen Bammel vor dem nächsten Rudelurlaub. Normalerweise bin ich ja mit allen Güllen gewaschen, aber wenn ich daran denke, was mich dieses Mal erwartet, geht mir mein kleiner smarter Hintern auf Grundeis. Warum die ganze Aufregung? Weil ich hörte, wie der Alte zu Frauchen sagte “Wir wechseln uns beim Fahren ab!” Dieser Satz fiel, während ich gestern Nachmittag nichtsahnend auf meiner Decke döste und ließ mir das Herz ins tiefste Unterfell rutschen.

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Tipp

TIPP: Pfotenpflege im Winter

Während sich mein Alter – wie er bellt – jeden Tag den Hintern aufreißt, kann mir das normalerweise nur im Winter passieren. Und Gott sei Dank nur an den Pfoten. Wieso? Weil das Streusalz, das im Winter in vielen Städten großzügig zum Einsatz kommt, die Pfoten angreift. Weisen diese Verletzungen auf, kann das Salz nicht nur kleine Risse verursachen, sondern auch tierisch brennen. Damit dies vermieden wird, empfehle ich, Herrchen bzw. Frauchen nicht von der Leine zu lassen, sondern diese – wo es nur geht – über ungestreute Befestigungen wie Feld- und Waldwege zu ziehen. Sind die Pfoten nach einer Gassirunde arg versalzen, hilft es, sie kurz mit

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Hortensie

STORY: Hortensien und Dosenfleisch

Theo, du glaubst es nicht, aber es gibt Tage, an denen ich mich am liebsten in Luft auflösen würde. Tage, die mir sowas von peinlich sind, dass ich mich nur noch in eine dunkle Ecke verkriechen möchte, um bloß nicht unseren Rudelmitgliedern unter die Augen treten zu müssen. Tage, an denen mir sogar die Lust am Fressen vergeht und an denen ich begreife, was es heißt, sich hundeelend zu fühlen. Solche Tage durchlebe ich derzeit und ich zermartere mir pausenlos meine zwei Synapsen, wie ich aus der Nummer wieder herauskommen soll. Doch nun von Anfang an:

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Nacho

STORY: Ein Hund der Unterschicht

Theo, du glaubst es nicht, aber mein Leinenhalter ist der Auffassung, dass ich weder ein Hund der Oberschicht noch der Mittelschicht sei. Nein, bei mir handele es sich um einen typischen Vertreter der Unterschicht. Das war für mich erstmal ein Schlag ins Gesicht. Es wird in Deutschland zwar oft vom abgehängten Prekariat gebellt, aber mich selbst dazu zu zählen, hat mir mein andalusischer Stolz bisher verboten. Obwohl meine Kennzeichen schon dafür sprechen: Chronischer Geldmangel, absolute Bildungsferne und mangelnder Aufstiegswille im Rudel zeichnen mich zugegebenermaßen aus. Doch noch bevor ich in eine tiefe Depression verfiel, stellte sich heraus, dass mein Alter dies in einem

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Smartphone mit App

STORY: Big Herrchen is watching you!

Theo, du glaubst es nicht, aber weißt du, was ich am meisten genieße? Die Ruhe am Vormittag, wenn alle anderen Rudelmitglieder die Hütte verlassen haben, um ihren Geschäften nachzugehen. Dann kann ich tun und lassen was ich will: Stundenlang auf meiner Decke herumlümmeln, die Wand anstarren, so lange ich mag oder mich im Schnappen nach Fliegen und Mücken üben. Ich muss nicht züchtig die Hinterläufe übereinanderschlagen (eine fast schon penetrant vorgetragene Bitte unserer weiblichen Rudelmitglieder), sondern kann breitbeinig liegen und mich intensiv der Intimpflege widmen. Doch diese wunderschönen Stunden des täglichen Müßiggangs sind möglicherweise gezählt, nachdem der Alte zufällig auf PetChatz gestoßen

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