Hund in der Nacht

STORY: Die Angst vor dem One-Night-Stand Sorgen eines kastrierten Hundemanns

Theo, du glaubst es nicht, aber seitdem ich weiß, dass mich am Wochenende meine Hundefreundin Luna besucht, geht mein kleiner Hintern auf Grundeis. Nur mein Leinenhalter freut sich tierisch. Er meinte, dass ich dann endlich auf andere Gedanken käme und vielleicht Dinge täte, die im Gegensatz zum Bloggen artgerecht seien. Dabei grinste er mich so blöde an, dass ich ihm am liebsten mit gefletschten Zähnen über die Kehle gefahren wäre. Ehrlich gebellt freue ich mich ja auch auf Luna. Sie ist eine junge und äußerst attraktive Hundedame. Aber sie kommt mit gewissen Erwartungen, denen ich nicht gewachsen bin. Denn das

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Nacho

STORY: Anleitung zur intensiven Fellpflege Oder ist es schon Reinlichkeitswahn?

Theo, du glaubst es nicht, aber Menschen legen oft ein sonderbares Verhalten an den Tag. Ich bin ja – wie du sicher weißt – einer von der besonders reinlichen Sorte und deshalb widme ich mich zu jeder vollen Stunde der Fellpflege. Gerade Weiß ist ja äußerst anfällig für Schmutz und auf dem großen schwarzen Fleck am Rücken siehst du einfach alles. Deshalb entferne ich mit meiner Zunge erst einmal, was nicht dahin gehört: Ausgefallene Haare, Straßenschmutz und Reste von abgefallenen Zecken. Dann schiebe ich mit angefeuchteter Zunge die weißen Schuppen vom schwarzen Fleck behutsam auf das weiße Fell, wo sie

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Nacho

STORY: Frauchen pfeift aus dem letzten Napf Rein hypothetisch: Was wäre wenn?

Theo, du glaubst es nicht: Frauchen ist krank. Ihre Pfoten sind viel wärmer als sonst und ihre Schnauze ist schon seit Tagen trocken. Sie liegt mit roten Wangen in diesem bequemen Teil, auf dem zu kampieren mir strengstens untersagt ist, und wird regelmäßig von heiseren Bellanfällen geschüttelt. Herrchen ist rührend besorgt um sie und füttert Frauchen mit kleinen weißen Leckerchen, die sie mit einem Schluck Wasser hinunterspült. Außerdem kümmert sich der Alte regelmäßig um den Füllstand der Obstschale, den ich jedoch inzwischen für reichlich übertrieben halte. Also im Vergleich zum Füllstand meines Napfes, der stets von Schmalhans Küchenmeister beschickt zu

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Eichhörnchen

STORY: Ein Versager auf der Jagd Bekenntnisse eines Losers

Theo, du glaubst es nicht, aber ich bin ein absoluter Versager. Eine Lusche, ein Lulli, ein Loser. Zumindest was die Jagd betrifft. Geboren wurde ich ja als andalusischer Ratonero Bodeguero, also ein auf das Fangen von Ratten und Mäusen spezialisierter Hund. Doch soll ich dir mal verraten, wie viele von diesen huschenden Nagetieren ich gefasst habe? Nicht einen. Oder wie man in meiner alten Heimat bellt: Cero. Also kündigte man mir den Job bzw. Mann verjagte mich vom Hof. Wegen meiner friedfertigen Art als Nacho Gandhi verspottet, emigrierte ich auf dem Höhepunkt meines Niedergangs nach Deutschland. Dort angekommen, versuchte ich,

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Hund

STORY: Mach doch wie ‘ne Hündin!

Theo, du glaubst es nicht, aber als ich auf unserer letzten Gassirunde einen meiner Hinterläufe hob, um Wasser zu lassen, meinte mein Leinenhalter doch tatsächlich, warum ich mich nicht wie eine Hündin hinhocken und einfach laufen lassen könnte. Wenn er schon sähe, wie ich beim Markieren auf meinen drei staksigen Beinen hin und her schwanke, wäre für ihn klar, warum bereits das leiseste Geräusch oder die geringste Ablenkung meine hochgradig instabile Konstruktion zum Einsturz brächte.

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Nacho

STORY: Maulraub, der Papst und kurze Lichtblicke

Theo, du glaubst es nicht, aber wenn du so wie ich dreiviertel des Tages auf der Hundedecke abhängst, gerätst du hin und wieder ins Grübeln. So zermartere ich mir schon seit Wochen mein Hirn, wieso der letzte Beutel mit Hundefutter weniger lange gehalten hat, als die Beutel davor. Drei Kilogramm sind schließlich drei Kilogramm und der knauserige Alte wiegt jeden Morgen mit der digitalen Küchenwaage exakt 115 Gramm als Tagesration ab.

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Nacho

STORY: Hundefleisch zum Schnäppchenpreis

Theo, du glaubst es nicht, aber ich ging vielleicht mal für ‘n Appel und ‘n Ei über die Ladentheke! Kannst du dir das vorstellen? Da glaubt man, den alten Leinenhalter zwei lange Jahre zu kennen und dann so eine Offenbarung! Ich bin tierisch enttäuscht. Wäre ich eine Katze, ich würde mich dem erstbesten Dackel zum Fraß vorwerfen. Lass mich nur kurz meine zwei Synapsen auf Trab bringen, damit ich dir berichten kann, was sich zugetragen hat.

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Trafostation

STORY: Spam-Flut an der Trafostation

Theo, du glaubst es nicht, aber manchmal habe ich gar keine Lust mehr, unsere Trafostation anzupinkeln. Die Botschaften, die wir Hunde dort in der Vergangenheit  untereinander ausgetauscht haben, gehen mehr und mehr unter in einer Flut unsinniger Nachrichten. Was dort in letzter Zeit an Spam gepostet wird, wächst sich zu einem immer größeren Ärgernis aus. Es begann vor etwa zwei Wochen mit der Nachricht “5 Knochen kaufen, nur 8 Knochen bezahlen!”

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STORY: Midlife-Crisis (Teil 2/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber nachdem ich dir gebloggt hatte, wie niedergeschlagen ich bin, hat mich eine Welle wohlmeinender und Mut machender Kommentare erfasst. Ihr Fazit: Rüden in meinem Alter müssen weder eine Hütte gebaut, noch einen Baum gepflanzt, geschweige denn einen Nachfolger gezeugt haben. Das sei in unserer aufgeklärten Welt kein Thema mehr. Ich solle einfach mein Ding machen.

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STORY: Midlife-Crisis (Teil 1/3)

Theo, du glaubst es nicht, aber am 1. Dezember vollende ich mein 5. Lebensjahr und es fällt mir in diesem Jahr zum ersten Mal schwer, mich auf diesen Tag zu freuen. Fünf Jahre sind für einen Hund schon ein stolzes Alter. Das wurde mir besonders klar, nachdem ich irgendwo gelesen hatte, dass ein Hundejahr sieben Menschenjahren entspricht. Überleg mal, Theo, das bedeutet, dass ich als Mensch schon zwischen dreißig und vierzig Jahre alt wäre! Nun ist das allein genommen noch kein Thema, doch habe ich auch gelesen, dass ein erfolgreicher Rüde bis zu diesem Alter drei Dinge tun sollte: Eine

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