Papiertüten

STORY: Im Tüten-Rausch Heiteres Tütenerraten

Theo, du glaubst es nicht, womit man sich als Hund so befasst, wenn man den ganzen Tag auf der Decke abhängt. In meinem unmittelbaren Umfeld ist mir mittlerweile alles bestens vertraut. So weiß ich genau, welche Falten meine Decke bei Seiten- oder Bauchlage wirft und dass sie an heißen Sommertagen gut zwei Millimeter länger ist als im Winter. Ich kenne auf ihr sämtliche Flecken und könnte deren Entstehungsgeschichten in der richtigen zeitlichen Reihenfolge erzählen. Außerdem schaffe ich es mittlerweile im Liegen, bis zu 68 meiner weißen Hundehaare beliebig lang hoch in der Luft zu halten, indem ich nur mit der

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Leckerchen auf Hundekissen

STORY: Ein Betthupferl zur Nacht Das gibt es in jedem guten Hotel!

Theo, du glaubst es nicht, aber in jedem guten Hotel findet der Gast, der sich abends auf seine Hütte begibt, ein Leckerchen. Es liegt auf seiner Decke und hört auf den lustigen Namen Betthupferl! Das weiß ich vom Alten, der in seinem beruflichen Leben schon viele Nächte in solchen Hotel-Hütten-Anlagen verbracht hat. Nun hält sich der Alte zwar selbst auch für einen Guten, aber so sehr ich mir meine zwei Synapsen auch zermartere, an ein Leckerchen auf meiner Decke kann ich mich nicht erinnern. Das kann natürlich daran liegen, dass ich kein Gast unserer Doppelhüttenhälfte bin. Eher zähle ich nach

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Nachos Fell

STORY: Vokuhila – It’s my Way! Der Alte ist ein Miesmacher

Theo, du glaubst es nicht, aber in letzter Zeit zickt mein Leinenhalter nur noch rum. Wenn mir das jemand in meiner früheren Heimat Andalusien gebellt hätte – ich hätte mich niemals auf ihn eingelassen. Das Ärgerliche ist auch, dass du solche Veränderungen anfangs gar nicht merkst. Das sind ja schleichende Prozesse. Und wenn du es merkst, ist es schon zu spät. Da ist dann ein großes Stück konsequente Erziehungsarbeit zu leisten, bis so ein Zweibeiner wieder spurt. Was der Alte an mir auszusetzen hat? Es fängt bei der morgendlichen Gassirunde an. So meinte er letzt, dass er mit einer Wanderdüne

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Nacho

STORY: Frauchen pfeift aus dem letzten Napf Rein hypothetisch: Was wäre wenn?

Theo, du glaubst es nicht: Frauchen ist krank. Ihre Pfoten sind viel wärmer als sonst und ihre Schnauze ist schon seit Tagen trocken. Sie liegt mit roten Wangen in diesem bequemen Teil, auf dem zu kampieren mir strengstens untersagt ist, und wird regelmäßig von heiseren Bellanfällen geschüttelt. Herrchen ist rührend besorgt um sie und füttert Frauchen mit kleinen weißen Leckerchen, die sie mit einem Schluck Wasser hinunterspült. Außerdem kümmert sich der Alte regelmäßig um den Füllstand der Obstschale, den ich jedoch inzwischen für reichlich übertrieben halte. Also im Vergleich zum Füllstand meines Napfes, der stets von Schmalhans Küchenmeister beschickt zu

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Eichhörnchen

STORY: Eichhörnchen hinter Glas Die Puschelratten werden immer dreister

Theo, du glaubst es nicht, aber die Eichhörnchen in unserem Garten werden von Tag zu Tag frecher. Machen mit ihren von den Bäumen geklauten Nüssen einen auf dicke Hose und blasen vor lauter Wichtigtuerei die Backen auf, als seien sie die wahren Herrscher meines mir anvertrauten Territoriums. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, sie zeigten mir am liebsten ihre Mittelzehen, hätten sie nicht alle Pfoten voll damit zu tun, das dreist entwendete Diebesgut im Garten zu verbuddeln. Du fragst dich jetzt sicher, warum ich diesem wilden und gesetzlosem Treiben nicht längst ein Ende gesetzt habe? Warum ich nicht einfach mal mit harter

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STORY: Mülltrennung mit Hundesachverstand Und jeder kommt auf seine Kosten!

Theo, du glaubst es nicht, aber mich beschäftigt schon seit Wochen der Abfalleimer in unserer Küche. Was da alles hinein wandert, kannst du dir nicht vorstellen. Du würdest dir alle fünf Pfoten danach lecken, obwohl bei euch ja auch kein Schmalhans Küchenmeister ist. Ich meine jetzt nicht Gemüse- und Obstabfälle. Soweit diese für mich verträglich sind, verkauft man mir die ohnehin schon als besonders attraktive Leckerchen. Als wenn ich zu dämlich wäre, um das zu merken. Nein, ich ziele mehr auf Kartoffel-, Reis- oder Nudelreste, altes Brot und Ähnliches ab. Meine Alten versuchen zwar, diese Abfälle möglichst gering zu halten,

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Nacho

STORY: Ich reiß mir den Hintern auf!

Theo, du glaubst es nicht, aber so langsam habe ich die Faxen meines Leinenhalters dicke. Ständig lamentiert der Alte, ich läge rund um die Uhr mit vollgefressenem Bauch auf der verlausten Hundedecke, würde meine fünf Pfoten zählen oder auf Godot warten und schwarze Löcher in die Luft starren. Dabei stimmt das gar nicht! Ganz im Gegenteil. Ich reiße mir in unserem Haushalt 24 Stunden den Hintern auf, aber das scheint der Rest des Rudels nicht mitzugkriegen. Beispiele gefällig? Bitte sehr, daran soll es nicht mangeln:

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Haselmaus

STORY: Ich, Nacho, das Tier des Jahres 2018!

Theo, du glaubst es nicht, aber die Haselmaus ist das Wildtier des Jahres 2017! Für uns Jäger ist das endlich mal eine gute Nachricht. Ist doch davon auszugehen, dass die kleinen, scheuen Gesellen mit ihren braunen Knopfaugen unter besonderen Schutz gestellt werden und sie sich infolgedessen so vermehren, dass sie bald überall auf der Speisekarte stehen. Ich persönlich halte zwar Eichhörnchen für wesentlich schmackhafter, aber zum einen ist es sehr schwer, die flinken Baumfüchse zu erwischen. Zum anderen eignen sich die nur pfotengroßen Haselmäuse besser für den kleinen Hunger zwischendurch.

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Nacho

STORY: Der Gebraucht-Taschentuchhandel

Theo, du glaubst es nicht, aber nach fast zwei Jahren harter und konsequenter Erziehungsarbeit habe ich es endlich geschafft, dass ich von meinem Leinenhalter für das Unterlassen von Taten geradezu fürstlich entlohnt werde! Beispiel gefällig? Du weißt doch, wie gerne ich die weißen Papiertaschentücher fresse, die sich zu jeder Jahreszeit in freier Wildbahn tummeln. Als besondere Delikatesse haben sich dabei die mehrfach benutzten und infolgedessen besonders saftigen Lappen erwiesen.

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Schulkinder

STORY: Mit der U-Bahn zur Schule

Theo, du glaubst es nicht, aber so sehr wie ich mich auf meinen 6. Geburtstag am 1. Dezember gefreut habe, so sehr lastet schon heute der damit verbundene neue Lebensabschnitt auf mir, der mit meiner Einschulung im kommenden Jahr beginnt. Wie ich erfahren habe, nennt man diese Phase auch den “Ernst des Lebens” – als ob ich meine bisherige Zeit in einem Freizeitpark verbracht hätte. Das einzige Highlight, das mich in diesem Zusammenhang erwartet, ist die Schultüte, die der Leinenhalter bis über die Oberkante mit erlesenen Leckerchen füllen wird. In der Beziehung lässt sich der Alte nicht lumpen. Schon wegen

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