STORY: Nacho tanzt seinen Namen

Theo, du glaubst es nicht, aber es lässt mich oft verzweifeln, wie schlecht mich mein Rudel versteht. Da belle ich mir zum Beispiel jeden Tag die Seele aus dem Fell, wenn dieser Typ auf seinem gelben Rad ankommt, um uns den Kasten an der Haustür zuzumüllen. Und was macht mein Leinenhalter? Brüllt mich erst an, ich solle die Schnauze halten und holt dann einen Schlüssel, um den Kasten von seinem Unrat zu befreien. Doch was habe ich schon alles versucht, um mit meinem Rudel besser zu kommunizieren. Da muss ich nur an den Versuch mit der Buchstaben-Nudelsuppe denken, die mir

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Nacho

STORY: Ich reiß mir den Hintern auf!

Theo, du glaubst es nicht, aber so langsam habe ich die Faxen meines Leinenhalters dicke. Ständig lamentiert der Alte, ich läge rund um die Uhr mit vollgefressenem Bauch auf der verlausten Hundedecke, würde meine fünf Pfoten zählen oder auf Godot warten und schwarze Löcher in die Luft starren. Dabei stimmt das gar nicht! Ganz im Gegenteil. Ich reiße mir in unserem Haushalt 24 Stunden den Hintern auf, aber das scheint der Rest des Rudels nicht mitzugkriegen. Beispiele gefällig? Bitte sehr, daran soll es nicht mangeln:

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Meerschweinchen

STORY: Zum Dinner ein Meerschweinchen

Theo, du glaubst, es nicht, aber der Alte kann es nicht lassen; er kann es einfach nicht lassen! Immer wieder bricht er das Brief- und Postgeheimnis und steckt seine trockene, kranke Nase in mein Weblog. Ich hab’ echt sooo eine Krawatte! Schon die ganzen letzten Tage habe ich im Urin gespürt, dass etwas in ihm köchelt. Es gab kaum noch verbale Kommunikation zwischen uns, nur knapp formulierte Befehle wie “Sitz!”, “Halt’s Maul!” oder “Räum’ auf!”. (Sein “Ach, da ist ja mein süßer, kleiner Schisser” habe ich allerdings auch nicht vermisst. Dies in Gegenwart feixender Fellnasen zu hören, lässt mich ohnehin

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Meerschweinchen

STORY: Frischfleisch beim Nachbarn

Theo, du glaubst es nicht, aber heute Morgen drehte ich wie gewohnt eine Runde durch den Garten, als mir plötzlich der frische Duft exotischer Kleintiere durchs Riechorgan wehte. Es war erst gar nicht so einfach, eine exakte Witterung aufzunehmen, weil böiger Wind die Moleküle nahezu pulverisierte. Dann aber brach sich die Spur ihre Bahn wie Sonnenstrahlen am aufreißenden Himmel: Die Kinder unserer Nachbarn hatten ihre knackigen Meerschweinchen nach Draußen getragen!

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