Hunde im Tierheim

STORY: Hund als Weihnachtsgeschenk Viele Tiere landen nach den Festtagen im Tierheim

Theo, du glaubst es nicht, aber zu Beginn eines jeden Jahres sind Tausende Tiere gezwungen, ihre neuen Hütten wieder zu verlassen, die sie nur wenige Tage oder Wochen zuvor als Weihnachtsgeschenk mit Schleife bezogen haben. Sie landen dann oft in großen, überfüllten Gemeinschaftsunterkünften, die die Zweibeiner Tierheime nennen. Oder – noch schlimmer – sie werden einfach irgendwo ausgesetzt und sich napflos selbst überlassen. Für uns Fellnasen ist es mit dem Selbstbestimmungsrecht sowieso nicht weit her. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer eine flotte Mitdreißigerin (Modell: Almased) als Leinenhalterin bevorzugen, bevor ich bei einem dickbäuchigen Herrchen lande, das sich im Sommer mit Netzunterhemd,

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Napf auf dem Klavier

STORY: Rangelei mit schweren Folgen Wenn die Klügeren nachgeben

Theo, du glaubst es nicht, aber neulich gab es in unserer Hütte eine richtige Rangelei, fast schon eine körperliche Auseinandersetzung. Jetzt bist du sicher baff. Ja, nach außen vermitteln wir stets den Eindruck eines perfekten Rudels. Aber innerhalb des Rudels gibt manchmal ein Gebell das andere und dann kann die Pfote schnell mal locker sitzen. Alles fing damit an, als mir nach jahrelanger Beobachtung bewusst wurde, dass mein Fressnapf immer nur dann gefüllt wird, wenn der Alte zufällig am Napf vorbeikommt. Das ist in der Regel morgens und abends der Fall. Was, so fragte ich mich, passiert wohl, wenn er

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Manspreading

HUMOR: Sitz! Aber bitte kein Manspreading! Gegen das breitbeinige Sitzen

Theo, du glaubst es nicht, aber mein Leinenhalter hat in der Zeitung gelesen, dass sich männliche Zweibeiner nicht mehr breitbeinig setzen dürfen. Zumindest nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln von Madrid. Und in New York. Denn in diesen und einigen anderen Städten wurde das so genannte Manspreading verboten. Weil es als rücksichtslos gilt, wenn menschliche Rüden sich so hinfläzen, dass sich Sitznachbarn nur noch in ein Eckchen drücken können. Besonders Weibchen empfinden dieses territoriale Gehabe als äußerst unangenehm. Nun warte ich mit Spannung darauf, ob und wann es bei uns in der Doppelhüttenhälfte zu einem Verbot des Dogspreadings kommt. Besonders in

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Hunderadio im Internet

NEWS: Was läuft im Hunderadio? Hallo Hasso - Deutschlands erstes Hunderadio

Theo, du glaubst es nicht, aber bei uns steppt die Zecke, seit der Alte das Radioprogramm für Hunde aufgestöbert hat! “Hallo Hasso” heißt der Sender, der rund um die Uhr einsame Kläffer zum Tanzen bringen möchte. Titel wie “Rock Around the Clock” und “Another One Bites the Dust” werden vom Schlagzeuggetrommel und E-Gitarrensound befreit und stattdessen mit Hundegebell garniert. Oder es laufen ruhige Songs wie Reinhard Meys “Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein Hund”.

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Nacho

STORY: Auffahrunfall in der Küche Haushaltsvorstand am Boden zerstört

Theo, du glaubst es nicht, aber bei uns im Rudel herrscht mal wieder ganz dicke Luft. Wegen eines Auffahrunfalls! Den angeblich ich verursacht hätte! Weil ich stets gerade dort sei, wo man nicht mit mir rechnet! Heißt es! Obwohl das sowas von an den Fellhaaren herbeigezogen ist, aber das interessiert die Rudelmitglieder natürlich nicht! Du merkst, ich bin immer noch auf 183! Aber jetzt der Reihe nach.

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Nacho

STORY: Der Hundeführerschein

Theo, du glaubst es nicht, aber es scheint tatsächlich Führerscheine für Hunde zu geben! Du weißt doch, wie gerne ich Auto fahre. Ein großer Nachteil war jedoch immer schon meine Fremdbestimmtheit. Diese hat oft zur Folge, dass ich mich nach kurzer Fahrt nicht wie erhofft in den weitläufigen Rheinauen oder in den fruchtbaren Ebenen Andalusiens, sondern auf dem riesigen Parkplatz unseres Discounters wiederfinde. Dort darf ich dann im Auto warten, bis der Alte den Einkauf erledigt hat und ich mir den Platz hinter der Heckklappe mit Toilettenpapier, H-Milch und umherrutschenden Wasserkisten teilen muss. Mit einem Führerschein wäre ich in dieser

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STORY: Ich hasse Dog-Dancing

Theo, du glaubst es nicht, aber manchmal denke ich, dass mein Leinenhalter nicht alle Bretter vorm Kopf hat. So bellt er schon seit Tagen davon, dass er mit mir zum Dog-Dancing gehen möchte. Beim Dog-Dancing lernen Hund und Halter, sich tänzerisch und spielerisch zu Musik zu bewegen. Diese Art von Zeitvertreib geht mir sowas von am Gesäß vorbei. Vor allen Dingen, wenn ich daran denke, wie ungeschickt der Alte sich so schon anstellt. Im Rudel lästert man hinter vorgehaltener Pfote, dass zwei linke Pfoten und Herrchen ein und dasselbe seien. Wie ich mit dem ‘ne flotte Hornhaut auf’s Parkett legen

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STORY: Der Höllentrip nach Granada

Theo, du glaubst es nicht, aber ich habe solch einen Bammel vor dem nächsten Rudelurlaub. Normalerweise bin ich ja mit allen Güllen gewaschen, aber wenn ich daran denke, was mich dieses Mal erwartet, geht mir mein kleiner smarter Hintern auf Grundeis. Warum die ganze Aufregung? Weil ich hörte, wie der Alte zu Frauchen sagte “Wir wechseln uns beim Fahren ab!” Dieser Satz fiel, während ich gestern Nachmittag nichtsahnend auf meiner Decke döste und ließ mir das Herz ins tiefste Unterfell rutschen.

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Nacho

STORY: Ein Hund der Unterschicht

Theo, du glaubst es nicht, aber mein Leinenhalter ist der Auffassung, dass ich weder ein Hund der Oberschicht noch der Mittelschicht sei. Nein, bei mir handele es sich um einen typischen Vertreter der Unterschicht. Das war für mich erstmal ein Schlag ins Gesicht. Es wird in Deutschland zwar oft vom abgehängten Prekariat gebellt, aber mich selbst dazu zu zählen, hat mir mein andalusischer Stolz bisher verboten. Obwohl meine Kennzeichen schon dafür sprechen: Chronischer Geldmangel, absolute Bildungsferne und mangelnder Aufstiegswille im Rudel zeichnen mich zugegebenermaßen aus. Doch noch bevor ich in eine tiefe Depression verfiel, stellte sich heraus, dass mein Alter dies in einem

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Nacho

STORY: Das undankbare Rudel

Theo, du glaubst es nicht, aber obwohl wir in unserem Rudel nicht immer einer Meinung sind, steht für mich eines außer Frage: Ich, Nacho, bin als Wachhund für die Sicherheit des gesamten Rudels verantwortlich! Punkt. Und diese Verantwortung nehme ich sehr ernst. Wenn wir beispielsweise auf Tour gehen, verlasse ich stets als Erster die Hütte, um mit einem prüfenden Rundumblick und hoch aufgerichtetem Riechorgan festzustellen, ob die Luft rein und alles in Ordnung ist. Erst dann gebe ich den Weg frei, woraufhin die Zweibeiner ungeschickt über mich bzw. über ihre Leine nach draußen stolpern.

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