Haselmaus

STORY: Ich, Nacho, das Tier des Jahres 2018!

Theo, du glaubst es nicht, aber die Haselmaus ist das Wildtier des Jahres 2017! Für uns Jäger ist das endlich mal eine gute Nachricht. Ist doch davon auszugehen, dass die kleinen, scheuen Gesellen mit ihren braunen Knopfaugen unter besonderen Schutz gestellt werden und sie sich infolgedessen so vermehren, dass sie bald überall auf der Speisekarte stehen. Ich persönlich halte zwar Eichhörnchen für wesentlich schmackhafter, aber zum einen ist es sehr schwer, die flinken Baumfüchse zu erwischen. Zum anderen eignen sich die nur pfotengroßen Haselmäuse besser für den kleinen Hunger zwischendurch.

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Napf

HUMOR: Fake News oder alternative Fakten

Theo, du glaubst es nicht, aber ich werde aus meinem Leinenhalter nicht mehr schlau. Viel schlimmer noch – ich kenne den Alten nicht mehr wieder! Wenn mich meine zwei Synpasen nicht täuschen, war mein Futternapf am Morgen stets gut gefüllt. Klar, ein bisschen mehr geht immer, aber ich war dennoch zufrieden und mein Magen gut gefüllt.

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STORY: Statt “4711” Duftwasser “139b”

Theo, du glaubst es nicht, aber ich bin dabei, den ultimativen Duft für den modernen, weltoffenen Hundemann zu entwickeln! Mein Ziel ist, herb-fruchtige Noten mit markanten Nuancen und aromatischer Frische zu vereinen. Den Auftakt bildet eine Kombination aus mit unterschiedlichen Schwebstoffen veredeltem Regenwasser, durchsetzt von geklärtem Faulschlamm und Gülle. In der Herznote dominieren die Reste gebrauchter Papiertaschentücher im Mix mit den lederigen Nuancen frischer Pferdeäpfel, während sich in der Basisnote der Abrieb einer ranzigen Pizzaverpackung und der Kot des seltenen Eisvogels paaren und für einen maskulin-kraftvollen Charakter sorgen, der pure Lebenslust ausstrahlt. Wenn mir mit dieser Kreation der Durchbruch gelingt,

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Nacho

STORY: Maulraub, der Papst und kurze Lichtblicke

Theo, du glaubst es nicht, aber wenn du so wie ich dreiviertel des Tages auf der Hundedecke abhängst, gerätst du hin und wieder ins Grübeln. So zermartere ich mir schon seit Wochen mein Hirn, wieso der letzte Beutel mit Hundefutter weniger lange gehalten hat, als die Beutel davor. Drei Kilogramm sind schließlich drei Kilogramm und der knauserige Alte wiegt jeden Morgen mit der digitalen Küchenwaage exakt 115 Gramm als Tagesration ab.

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Schulkinder

STORY: Mit der U-Bahn zur Schule

Theo, du glaubst es nicht, aber so sehr wie ich mich auf meinen 6. Geburtstag am 1. Dezember gefreut habe, so sehr lastet schon heute der damit verbundene neue Lebensabschnitt auf mir, der mit meiner Einschulung im kommenden Jahr beginnt. Wie ich erfahren habe, nennt man diese Phase auch den “Ernst des Lebens” – als ob ich meine bisherige Zeit in einem Freizeitpark verbracht hätte. Das einzige Highlight, das mich in diesem Zusammenhang erwartet, ist die Schultüte, die der Leinenhalter bis über die Oberkante mit erlesenen Leckerchen füllen wird. In der Beziehung lässt sich der Alte nicht lumpen. Schon wegen

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Nacho

STORY: Hundefleisch zum Schnäppchenpreis

Theo, du glaubst es nicht, aber ich ging vielleicht mal für ‘n Appel und ‘n Ei über die Ladentheke! Kannst du dir das vorstellen? Da glaubt man, den alten Leinenhalter zwei lange Jahre zu kennen und dann so eine Offenbarung! Ich bin tierisch enttäuscht. Wäre ich eine Katze, ich würde mich dem erstbesten Dackel zum Fraß vorwerfen. Lass mich nur kurz meine zwei Synapsen auf Trab bringen, damit ich dir berichten kann, was sich zugetragen hat.

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Hortensie

STORY: Hortensien und Dosenfleisch

Theo, du glaubst es nicht, aber es gibt Tage, an denen ich mich am liebsten in Luft auflösen würde. Tage, die mir sowas von peinlich sind, dass ich mich nur noch in eine dunkle Ecke verkriechen möchte, um bloß nicht unseren Rudelmitgliedern unter die Augen treten zu müssen. Tage, an denen mir sogar die Lust am Fressen vergeht und an denen ich begreife, was es heißt, sich hundeelend zu fühlen. Solche Tage durchlebe ich derzeit und ich zermartere mir pausenlos meine zwei Synapsen, wie ich aus der Nummer wieder herauskommen soll. Doch nun von Anfang an:

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Nacho

STORY: Ein Hund der Unterschicht

Theo, du glaubst es nicht, aber mein Leinenhalter ist der Auffassung, dass ich weder ein Hund der Oberschicht noch der Mittelschicht sei. Nein, bei mir handele es sich um einen typischen Vertreter der Unterschicht. Das war für mich erstmal ein Schlag ins Gesicht. Es wird in Deutschland zwar oft vom abgehängten Prekariat gebellt, aber mich selbst dazu zu zählen, hat mir mein andalusischer Stolz bisher verboten. Obwohl meine Kennzeichen schon dafür sprechen: Chronischer Geldmangel, absolute Bildungsferne und mangelnder Aufstiegswille im Rudel zeichnen mich zugegebenermaßen aus. Doch noch bevor ich in eine tiefe Depression verfiel, stellte sich heraus, dass mein Alter dies in einem

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